Warum Twitter manchmal richtig schrottig ist

Bei allem Hype, den es (derzeit/immer noch/schon wieder) um Twitter gibt, gibt es einige Sachen, die ich für ziemlich schrottig halte. fast könnte man meinen, Twitter

a) sei das Wachstum des Dienstes beziehungsweise die Konsequenzen daraus egal oder
b) ist überfordert damit, mit der wachsenden Popularität Schritt zu halten

Ein solcher Punkt ist das "Problem" des Follower-Spam. Denn auch die Penispillenverkäufer & Co. haben Microblogs für sich entdeckt und eröffnen munter Fake-Accounts. Diese haben mittlerweile dann schon dickbebuste Weibchen oder schwanzlutschende Tussis als Profilbild, bestehen meist aus ein bis drei Einträgen, die hauptsächlich Links auf was auch immer enthalten. Inzwischen ist Twitter ganz gut darin, solche Accounts wieder zu löschen, nicht zuletzt dank der Mithilfe der Nutzer. Die nämlich können solche Follower mittels "Block"-Funktion wieder rauskicken. Und wird ein Account oft genug geblockt, sperrt Twitter ihn (zumindest sieht es danach aus, die genauen Kriterien von Twitter kenne ich nicht).

Seit einigen Tagen gibt es jedoch Probleme mit den ganzen Followern. Erst tat sich gar nichts, egal ob man jemandem followte oder jemanden blockte. Das ging tagelang so. Dann schraubte Twitter am System. Heraus kam dabei Folgendes: Wenn ich jetzt jemanden blocke, bleibt er trotzdem in meiner Followerliste (ob er auch noch mitgezählt wird und für andere sichtbar ist, konnte ich noch nicht so genau herausfinden). Statt "block" steht stattdessen "unblock" neben dem Accountnamen.

Was soll das?

Wenn ich jemanden blocke, dann will ich ihn auf Nimmerwiedersehen verabschieden, und wenn ich tatsächlich mal jemanden aus Versehen geblockt habe (was eigentlich nicht passieren kann, da es ja eine Sicherheitsabfrage gibt), dann kann ich ihn wieder suchen.

Apropos Suche. Nachdem Twitter die Twitter-Suche Summize aufkaufte und integrierte, kann auf Twitter zum Teil besser gesucht werden als bei Google, was daran liegt, dass es eine Echtzeitsuche ist. Seit Kurzem ist diese Suche auch auf dem eigenen Profil integriert.

Dafür wurde die eigene Suche nach Leuten mit der Zeit immer schlechter. Ich erinnere mich, dass ich früher noch nach Leuten suchen konnte, die einen bestimmten Ort angegeben haben. Jetzt geht das nicht mehr. Warum? Überhaupt: Warum kann ich jemandes Follower nicht nach jemandem durchsuchen? Erst gestern hatte ich den Fall: Ich suchte jemanden, von dem ich mir relativ sicher war, dass er jemand anderem folgt, den ich kenne. Um ihn aber zu finden, musste ich mich erst durch die etwa 200 Follower meines Bekannten klicken.

Nutzerfreundlich ist das alles nicht gerade.
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Yet another Cat-Sunday


             

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Nach dem Gewitter

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Buchtipp reloaded: Gelesene Polaroids

Pc2009 - 06 - 27 by Roland Grün  

Nachdem ich heute morgen den Band Lob des Taifuns von Durs Grünbein vorgestellt habe, habe ich nun mal ein paar Haikus aufgenommen, damit sich jeder mal einen kleinen Eindruck davon verschaffen kann.

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Buchtipp: Gedichte wie Polaroid-Fotos

Was liest einer, der morgens als erstes seinen Twitterfeed checkt, vor dem Einschlafen? Möglicherweise - dank iPhone - auch seine Twitterfeeds, aber lieber noch Lyrik. Zum Beispiel von Durs Grünbein, einem zeitgenössischen deutschen Lyriker. Normalerweise sind die Gedichte Grünbeins opulent wie klassische Bauwerke. Grünbeins Sätze haben das Zeug, eine Art zeitgenössisches Parthenon zu sein. Oftmals stehen seine Gedichte auch in einer Verbindung zu den alten europäischen Kulturen. Anders ist sein Band "Lob des Taifuns - Reisetagebücher in Haikus".



In diesem schmalen Band - er hat knapp 130 Seiten, aber nur gut die Hälfte enthält Gedichte - lässt er die japanische Gedichtform des Haiku hochleben. Dabei hält er sich nicht immer an die "klassische" Form 5 - 7 -5 (macht 17 Silben). Interessanter ist aber auch der Gedanke, den er mit den Haikus verfolgt. So sagt er selbst, er - der nie fotografiere - Haikus als eine günstige Alternative zum Polaroid sehe. Und so sind sie dann auch, seine Gedichte, die allesamt auf mehreren Reisen nach Japan entstanden: Momentaufnahmen, die einen Augenblick japanischen Lebens oder japanischer Landschaft zeigen. Die meisten Haikus, obwohl auf die eine oder andere Art immer irgendwie "verschlüsselt", bedürfen keiner weiteren Erklärung. Bei allen jedoch notiert er den Ort, an dem der Gedanke entstand, sowie er dem Leser manchmal auch erläuternde Hinweise gibt. Neben - oder besser unter - den Gedichten wurden sie nochmal ins Japanische übertragen. Das macht den Band auch für Japaner lesbar, für uns Durchschnittsmitteleuropäer ist es eher schmückendes Beiwerk.

Grünbeins Haikus sind gut geeignet, einen andersartigen, vielleicht auch fremdartigen Impuls "zwischendurch" aufzunehmen, also geradezu perfekt, ein paar davon noch vor dem Einschlafen zu genießen und für einen Augenblick die Gedanken in die Ferne schweifen zu lassen.

Und die Vorteile (Gemeinsamkeit: Kürze) gegenüber Twitter brauche ich nicht zu erwähnen: keine weiterführenden Links, keine Hashtags und nicht die Notwendigkeit, zu antworten.
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Home, sweet home

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Baden!

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Jetzt komm ich!

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Bunt

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